Warum die deutsche Energiewende teuer und wirkungslos ist: ( DER SPIEGEL 12/2013)

  • Deutsche zahlen 20 Mrd. EUR pro Jahr für Energie im Marktwert von 3 Mrd. EUR

 

  • Die Differenz von 17 Mrd. EUR sind die Subventionen des Jahres 2012

 

  • "Bis zum Ende des Jahrtausends werden die mit 100 Millarden Euro subventionierten deutschen Solaranlagen den weltweiten Temperaturanstieg gerade mal um 37 Stunden herauszögern. Wahrlich ein beachtlicher Erfolg." (Spiegel 12/2013 S. 122)

 

  • "Man stelle sich einmal vor, was deutsche Forscher und Ingenieure mit jenen 100 Milliarden Euro hätten erreichen können, die in ineffiziente Solaranlagen gesteckt wurden." (Spiegel 12/2013 S. 122)

 

..... dem ist aus Sicht der Bürgerinitiative Tongrube-Hellern nichts hinzuzufügen ....

 

außer:

 

Kein Wunder, dass Deutschland mit seiner Energiewende nirgendwo auf der Welt Nachahmer findet. 

 

Wundersam ist jedoch, dass diese Erkenntnisse den Kommunalpolitikern Osnabrücks anscheinend verborgen bleiben!

 

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Bedenken gegen 66. Änderung des Flächennutzungsplans 2001 bis zum 19.03.2013 an die Stadt Osnabrück geben (!)

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Bürgerinitiative Tongrube-Hellern - Keine zweifelhaften Solarkraftwerke in Wohngebieten

Idylle mitten im Wohngebiet Hellern
Naturwiese vor Stromkraftwerk gerettet?

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Weiterer Anstieg der Strompreise ab Herbst 2012 als Folge der Solarförderung

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) rechnet im Herbst mit einem Preisanstieg um fünf Prozent als Folge des zu schnellen Ausbaus der Solarenergie. "Die Preise legt die Energiewirtschaft fest", sagte der Minister der "Rheinischen Post". "Experten erwarten aber fünf Prozent." Der CDU-Minister will deshalb die teure Förderung der Solarenergie schon früher beenden als bisher geplant. "Die Förderung des Solarstroms wird ganz auslaufen, wenn wir das Ziel von 52 Gigawatt an Leistungskapazität erreicht haben. Das ist für 2020 vorgesehen. Falls wir das Ziel früher schaffen, läuft die Förderung entsprechend früher aus", sagte der Politiker.

 

Zugleich solle der Preis für die vergütete Kilowattstunde Solarstrom von derzeit 18,5 auf zwölf Cent fallen, so Altmaier. Auch die Förderung der übrigen erneuerbaren Energien will der Umweltminister absenken. "Wir haben in den vergangenen Jahren mehr Windkraftanlagen, Biomasse-Reaktoren und Solarzellen gebaut als  geplant. Deshalb rede ich in den kommenden Wochen mit Energieversorgern, Umweltverbänden und Herstellerunternehmen, wie wir den Zubau begrenzen und auf die vorhandenen Netze abstimmen können", sagte Altmaier.

Förderwahn: Der schlimmste Kostentreiber ist der Staat mit Steuern und Abgaben am Strompreis von 45 Prozent.

Hohe Subventionen für Solar / Wind / "Bio"energie endlich am Ende?

 19.08.2012 ·  Angesichts stark steigender Kosten hat die FDP ihre Forderung nach einer grundlegenden Reform der Förderung regenerativer Energien bekräftigt. Der hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch verlangte den Ausstieg aus dem Fördersystem des Erneuerbare Energien Gesetzes. 

 

„Das EEG ist innovations- und wettbewerbshemmend und gehört daher abgeschafft“, sagt Rentsch...... Die Details

Energiewende: FDP rüttelt am Ökostrom-Gesetz

09.08.2012: SOLAR ist out ...

Steuererhöhung zur Finanzierung der Energiewende gefordert

04.08.2012: Höhere Steuern für Wohlhabende Bündnis fordert Umverteilung

 

Ein Bündnis aus Sozialverbänden, Gewerkschaften und weiteren Organisationen verlangt eine deutlich stärkere Steuerbelastung für Reiche und Vermögende. Damit sollten Staatsschulden beglichen und Investitionen in Bildung und die Energiewende bezahlt werden.

02.08.12 Bundesnetzagentur: Neu installierte Solarleistung rund 4,4 GW 1. Hj. 2012

Am 02.08.2012 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) die aktuellen Daten zur installierten Leistung der Photovoltaik-Anlagen in Deutschland veröffentlicht. Demnach sind im Mai 254,23 MW zugebaut worden (8.566 Anlagenmeldungen). Im Juni 2012 wurden Solarstromanlagen mit insgesamt 1.790,21 MW installiert (14.750 Meldungen).

 

Damit ergibt sich für das erste Halbjahr 2012 eine neu installierte Photovoltaik-Gesamtleistung rund 4.373 MW.

 

Die Zubauzahlen im Überblick:

 

Januar:       516,6 MW

Februar:     229,9 MW

März:       1.222,7 MW

April:          358,9 MW

Mai:            254,2 MW

Juni:         1.790,2 MW

 

Dieser Boom hat jedoch seine Tücken: Durch den rasanten Zubau steigen die Kosten für die Stromverbraucher, die über eine Umlage an den Solarinvestitionen beteiligt werden. Deshalb haben sich Bund und Länder auf eine Kürzung der Förderung geeinigt. 

 

hierzu: ftd

 



Jetzt steht auch die "Bioenergie" immer deutlicher in der Kritik

Die Energiewende entpuppt sich zunehmen als Projekt, deutschen Landwirten neue Einkommensquellen zu verschaffen.

 

Die Hintergründe

Politiker auch bei Bioenergie "über das Ziel hinausgeschossen"?

Biogaserzeugung hat mit "Bio" nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um einen hochintensiven Maisanbau, das genaue Gegenteil des biologischen Landbaus. Der Maisanbau muss begrenzt werden und wir müssen wieder stärker auf unsere Böden achten.

 

Die Hintergründe

 

 

und die erschreckende Erkenntnis der EU Kommission, dass manche Biokraftstoffe schädlicher sind als Erdöl.

Gesamtplan für Energiewende fehlt

 28.07.2012 ·  Biomasse spiele „eine wichtige Rolle für die zukünftige Energieversorgung unseres Landes“, sagt Bundesumweltminister Altmaier. Agrarpolitiker der Grünen sehen sich dagegen durch die Studie der Nationalakademie Leopoldina bestätigt, die davor warnt, Biosprit und Biogas in größerem Maßstab zu nutzen. 

 

 

Die Hintergründe

26.07.2012 ... und wieder steht ein Teil der "Energiewende" in der Kritik

 

Die Erzeugung von Biokraftstoffen birgt erhebliche ökologische Gefahren: Das geht nach Informationen der F.A.Z. aus einer Analyse der Wissenschaftsakademie Leopoldina hervor.

 

Der Artikel in FAZ Online

24.07.2012: NRW fordert Finanzausgleich für Ökostrom

Nordrhein-Westfalen hat einen Finanzausgleich für den Ausbau erneuerbarer Energien gefordert. Wirtschaftsminister Garrelt Duin lehnt es ab, Kosten für Solaranlagen fast alleine zu tragen. Bayern will Zahlungen reduzieren.



Der komplette Artikel

23.07.2012: Solarförderung führt zu immer abstruseren Auswirkungen

Finanzausgleich gefordert Minister empört:

 

NRW zahlt die Energiewende

VON THOMAS REISENER - zuletzt aktualisiert: 23.07.2012 - 07:02

Düsseldorf (RP).

 

Auf die angekündigte Klage Bayerns gegen den Länderfinanzausgleich reagiert Nordrhein-Westfalen mit einer saftigen Gegenforderung:

 

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) will einen bundesweiten Ausgleich für die Kosten der Energiewende durchsetzen, der die Stromkunden in NRW entlasten soll.





Der vollständige Artikel

'FAZ': Bald mehr Kapazität für Solarstrom als für Windstrom

20.07.2012 20:27:48 (dpa-AFX) - In Deutschland wird es einem Zeitungsbericht zufolge Ende dieses Jahres erstmals mehr Kapazität zur Erzeugung von Sonnenstrom als von Windstrom geben. Das geht aus Angaben der Stromnetzbetreiber an die Bundesnetzagentur hervor, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstag) berichtet.

Demnach erwarten die Netzbetreiber einen Zuwachs von 7,1 Gigawatt bei Anlagen der Photovoltaik. Damit steige deren Kapazität auf mehr als 32 Gigawatt.

Bei einem erwarteten Plus der Windkraft von 2 Gigawatt erhöhe sich deren Kapazität auf 31 Gigawatt./rad/DP/he 


Energiewende lässt Bodenpreise steigen

20.07.2012 Acker- und Weideland wird in Mecklenburg-Vorpommern immer teurer. Die Preise für Landwirtschaftsflächen sind im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Landesamts nochmals um 28 Prozent gestiegen. 

 

Der Artikel des NDR

"Energiewende könnte zu sozialem Problem werden"

 

17.07.2012: Altmaier hatte am Wochenende das Erreichen zentraler Ziele bei der Energiewende in Zweifel gezogen. Er warnte ebenfalls vor sozialen Verwerfungen im Zusammenhang mit der Energiewende. "Wenn wir nicht aufpassen, dann kann die Energiewende zu einem sozialen Problem werden", sagte er.

 

Beim Ersetzen der Atomenergie durch erneuerbare Energien sei "die Frage der Bezahlbarkeit von Energie aus den Augen verloren" worden. "Da sind Fehler gemacht worden", sagte Altmaier. "Diese Fehler müssen wir jetzt korrigieren."

 

Der ganze Onlineartikel



Energiewende So geht es nicht (!)

FAZ Online 16.07.2012  "Die Energiewende hat so, wie sie derzeit von Regierung und Opposition betrieben wird, keine Zukunft. Peter Altmaier hat die Notbremse noch nicht gezogen, aber schon die Hand am Griff."



FAZ Online

Neue erschreckende Studie: Solarausbau kostet Deutschland mehr als 110 Milliarden Euro - und die Rechnung wird noch zugestellt (!)

15.07.2012 ·  "Kaum positive Wirtschafts- und Klimaeffekte: Die Bilanz, die das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI zum Photovoltaik-Ausbau zieht, ist ernüchternd. Dabei werde er die Stromkunden mehr als 110 Milliarden Euro kosten, schreiben die Forscher in der Studie, die der F.A.Z. vorliegt."

 

Dort steht auch ein kritischer Hinweis zur hochgelobten Klimabilanz:

 

"Auch die Klimabilanz der PV-Anlagen sehen sie kritisch. Einerseits werde der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2 )durch das EU-Emissionshandelssystem begrenzt, anderseits lägen die Vermeidungskosten je Tonne CO2 bei Solaranlagen ein Vielfaches über dem Börsenpreis von 7 bis 8 Euro je Tonne CO2.

 

Bei PV-Anlagen, die 2008 und vorher installiert wurden, betrügen die Vermeidungskosten je Tonne CO2 mehr als 700 Euro, fast das Hundertfache des Börsenpreises."

 

Der Artikel

Änderung des Flächennutzungsplans definitiv nicht mehr vorhabenbezogen - und wer trägt jetzt die Kosten?

(...) Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat in seiner Sitzung am 28.06.2012 den Beschluss gefasst, das Verfahren zur der 66. Änderung des Flächennutzungsplanes fortzusetzen.

 

Die Änderung des Flächennutzungsplanes soll demnach unabhängig von einem konkreten Vorhaben erfolgen. Zielsetzung ist es, auf dieser grundsätzlich für die Photovoltaiknutzung geeigneten Fläche die planungsrechtlichen Voraussetzungen i.S. einer Vorratsplanung zu schaffen.(...)

 

Auszug aus einer E-Mail von Herrn Pistorius vom 11.07.2012 an Herrn Becker von der Bürgerinitiative Tongrube-Hellern

29.06.2012 Stadt will Solar-Pläne in Hellern doch nicht ad acta legen

Die Stadt will den Flächennutzungsplan dennoch ändern und als Vorratsfläche für die Solarenergie ausweisen:

 

NOZ Online vom 29.06.2012

 

 

Anscheinend warten die Lokalpolitiker Osnabrücks auf einen Investor, der hinsichtlich der Wirtschaftlichkeitsberechnung des Solarkraftwerkes zu einem anderen Ergebnis kommt als die Stadtwerke.

 

Auf welchem Weg das funktionieren soll, bleibt offen (!)

 

Es bleibt dabei: Der Kaiser ist nackt - auch wenn die Politiker seine Kleider noch in den prächtigsten Farben schildern. 

 

 

 


28.06.2012 Stadtwerke begraben Pläne für Solarpark in Hellern - Wohnoase gerettet?

Helleraner informieren die Redaktion der NOZ vor Ort über Wohl und Wehe ihres Stadtteils

Zu den wichtigsten Themen dieser Aktion gehört auch das geplante Solarkraftwerk in Hellern, das in der Presse immer noch verniedlichend "Solarpark" genannt wird:

 

(...)

 

"Sollten die Stadtwerke diese Anlage tatsächlich bauen, werde die Lebensqualität sinken, mutmaßte Monika Viere-Schnettler. Außerdem sei noch immer ungewiss, wie stark das Gelände belastet sei und welche Folgen der Bau des Solarparks für die Anlieger und die Umgebung hätte."

 

(...)

 

Der vollständige Artikel in der NOZ

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16.06.2012 "Wir brauchen ein EEG - Ausstiegsgesetz" (Herr Lindner - FDP)

 

 FAZ Online - das Interview

 

15.06.2012 Weiterhin kein Durchbruch in den schwierigen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern hinsichtlich der Kürzung der Solarförderung.

 

Aktueller Artikel Foccus-Online

Handelsblatt Online - 13.06.2012 (wörtliche Wiedergabe)

 

Berlin 

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Joachim Pfeiffer, hat sich für eine schnelle Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in seiner jetzigen Form ausgesprochen.

Das EEG sei keine Dauerlösung und der Umbau des Energiesystems könne nur mit dem Markt erfolgreich sein. Zugleich lobte er Bundespräsident Joachim Gauck, der wegen der Milliardenausgaben für die Förderung erneuerbarer Energien davor gewarnt hatte, die Energiewende per Planwirtschaft umzusetzen.

 

Die Förderung der Solarbranche müsse „deutlich“ verringert werden, sagte Pfeiffer Handelsblatt Online. „Denn Photovoltaik ist nicht die Kuh, die am meisten Milch gibt - vielmehr frisst sie den Stromverbrauchern das letzte Haar vom Kopf.“ Es müsse daher „klar sein, dass das EEG endlich ist und nicht zur Sektsteuer in Potenz wird“. Der Umbau des Energiesystems werde nur mit dem Markt erfolgreich sein, so Pfeiffer.

09.06.2012 und 10.06.2012:

 

Politiker der Grünen fordern Stromrabatte für Verbraucher

 

Der Ausstieg aus der Atomenergie wird teuer. Deshalb werden Rufe nach günstigen Stromtarifen für Normalverbraucher lauter. Die Koalition will lieber die Solarförderung kürzen und damit Strom billiger machen.

 

Die Strompreise steigen weiter deutlich aufgrund des EEG. Wenn jetzt auch noch verbindliche Sozialtarife für Bedürftige bei den Strompreisen eingeführt werden oder sogar staatliche Zuschüsse für Geringverdiener gezahlt werden, bedeutet das im Klartext:

 

"Die negativen Auswirkungen einer Subvention sollen durch eine weitere Subvention gemildert werden", sagt Herr Rösler (FDP) der Zeitung "Sonntag Aktuell".

 

Der komplette Artikel im Managermagazin (hier)

 

und im Handeslblatt (hier)

Energieverband will Kürzung der Solarförderung

04.06.2012: FAZ Artikel zur Energiewende

„Auf uns rollt ein Kosten-Tsunami zu“

 

04.06.2012 ·  Die Stromkosten steigen, die Versorgung wird unsicherer, Wettbewerb auf dem Strommarkt findet seit der Energiewende praktisch nicht mehr statt. Die deutsche Monopolkommission warnt in einem Gespräch mit der F.A.Z. vor einem „Kosten-Tsunami“ und fordert ein Umsteuern.

 

Aktueller Artikel der FAZ





28.05.2012

 

Altmaier will Kompromiss zu Solarförderung erreichen

 

SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will in Gesprächen mit den Ländern einen Kompromiss im Streit um die geplante Kürzung der Solarförderung erreichen. "Bei der Frage Photovoltaik ist es so, dass wir in den nächsten Tagen eine Einigung brauchen. Ich werde mit den zuständigen Ministerpräsidenten telefonisch und in persönlichen Treffen über Kompromissmöglichkeiten reden", sagte Altmaier am Samstag in Saarbrücken.

 

Bewegung könne es etwa bei der Größe von Anlagen auf Dächern geben, sagte Altmaier. Die Regierung will die Solarförderung um bis zu 30 Prozent kürzen, doch die Länder blockierten dies mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundesrat.

 

 

22.05.2012 Rösler pocht auf deutliche Kürzung bei der Solar-Förderung

Berlin (dpa) - Wirtschaftsminister Philipp Rösler will weiter eine deutliche Kürzung der Solar-Förderung erreichen. Die Länder müssten sich bewegen, sagte der FDP-Chef in der ARD. Mehr als sechs Milliarden Euro der Umlage für erneuerbare Energien gingen in die Förderung von Photovoltaik, obwohl diese nur drei Prozent des Stroms produziere. Die von SPD, Grünen und Linken regierten Bundesländer hatten die geplanten Kürzungen bei der Solarförderung von bis zu 30 Prozent im Bundesrat gestoppt. Die Ernennung Peter Altmaiers zum neuen Umweltminister nannte Rösler «die Chance auf einen Neustart». 

22.05.2012 - Erste Stellungnahme des neuen Umweltministers

Der neue Umweltminister Altmaier stellt unmittelbar nach Amtsübernahme klar, dass die Energiewende keine Sache sei, die allein von oben durch Gesetze umgesetzt werden könne. Ihr Gelingen setze das Mitwirken vieler voraus. Dazu zählen die Bundesländer, die Wirtschaft, die Umweltschützer. Dabei sei Sorge zu tragen, dass die Energiekosten auch für „einkommensschwächere Schichten beherrschbar bleiben“., ist ihm darüber hinaus noch wichtig!

Nun doch eine Hängepartie: Pläne zur Kürzung der Solarförderung vorläufig gestoppt

Am 11.05.2012 gab es im Bundesrat eine Mehrheit von 48 der 69 Stimmen für die Anrufung des Vermittlungsausschusses. Die Länder können die Pläne nicht endgültig stoppen, da es sich nur um ein Einspruchsgesetz handelt.

Allerdings könnte der Widerstand der Länder zu Korrekturen des Gesetzes führen, die sowohl das Ausmaß der Kürzung der Fördersätze als auch die Länge der Übergangsfristen betreffen. 

Worthülse "Energiewende" wird immer kritischer diskutiert

Zitat aus FAZ vom 04.04.2012

 

"Energiewirtschaft

 

Ohne Masterplan droht die Krise


Das deutsche Megaprojekt hat babylonische Züge:

 

Alle reden über die „Energiewende“, aber es ist eine Kakophonie unterschiedlicher Sprachen. Und ein ordnender Baumeister ist nicht in Sicht."

 

 

02.04.2012: NABU Osnabrück gegen Photovoltaik auf Freiflächen

Photovoltaik gehört auf Dächer
Flächenfraß durch Freiflächenanlagen vermeiden


Der NABU Osnabrück begrüßt grundsätzlich die Photovoltaik als sinnvolle erneuerbare Energie und setzt sich für deren Förderung ein.
Solar-Freiflächenanlagen werden aufgrund des hohen Flächenverbrauches jedoch strikt abgelehnt.
Photovoltaikanlagen gehören nach Ansicht des NABU Osnabrück ausschließlich auf ohnehin bereits versiegelte Flächen wie Dächer oder z.B. aufgeständert auf Parkplätze. Erst wenn dieses riesige Potenzial konsequent genutzt ist, darf an die Inanspruchnahme von Freiflächen gedacht werden.
Sogenannte „Solarparks“ in der freien Landschaft sind für die Natur weitgehend verloren, was auch für die vom Gesetzgeber besonders geförderten Altlastflächen und Flächen entlang von Verkehrswegen gilt.
Der NABU fordert von der Kommunalpolitik eine nachhaltige und verantwortungsvolle Planung, die diese Aspekte unbedingt berücksichtigt, zumal es z.B. in Osnabrück bereits ein Solarkataster mit geeigneten Dachflächen gibt. Es gilt diese Flächen vorrangig umzusetzen. Wirtschaftliche Interessen einzelner Antragsteller müssen in jedem Fall hinten anstehen. Oberste Maßgabe muss das gesetzliche Vermeidungsgebot von Eingriffen in Natur- und Landschaft und die Alternativenprüfung sein.
Mit Argumenten des Klimaschutzes Umwelt- und Naturschutzinteressen gegeneinander auszuspielen hält der NABU für absolut verfehlt.



EEG Novelle am 29.03.2012 im Bundestag verabschiedet

"Künftig erhalten Produzenten von Solarstrom weniger Geld. Dieses müssen die Verbraucher mit der Stromrechnung bezahlen. Am Donnerstag hat der Bundestag die Kürzung der Einspeisevergütung zum 1. April um bis zu 30 Prozent beschlossen (...) Der überzogene Ausbau des Solarstroms gefährde die Versorungssicherheit, warnte der CDU-Politiker" (Umweltminister Norbert Röttgen) - FAZ 30.03.2012.

 

Entgegen der bisherigen Planung soll es Übergangsfristen geben:

 

- Für Dachanlagen: Inbetriebnahme bis zum          30.06.2012

- Für Konversionsflächen: Inbetriebnahme bis zum 30.09.2012

 

Allerdings gibt es für beide Fristen Nebenbedingungen, die bereits im Februar bzw. März 2012 hätten erfüllt sein müssen. (z.B.  Dachanlagen: Beantragung des Netzanschlusses bis zum 24.02.2012) 

 

Details s. unter "Termine"

 

Die Unterschriften werden den Adressaten persönlich übergeben

Die Bürgerinitiative übergibt die Unterschriftenliste

Ein Auszug aus der NOZ vom 18.02.2012:

"Die Bürger ärgern sich außerdem darüber, dass die Stadtwerke an der Schnepper’schen Tongrube und der Ströher Heide auf Freiflächen Fotovoltaik-Anlagen bauen dürfen. Zwar scheint noch nicht geklärt zu sein, ob sie wegen der verringerten Förderung rentabel sein werden, doch die Gegner formieren sich in der Bürgerinitiative Tongrube Hellern – im Internet unter www.bi.tongrube-hellern.de. Diese Initiative übergab Stadtbaurat Griesert 342 Unterschriften gegen das mögliche Vorhaben der Stadtwerke, das eine Anwohnerin als „städtebaulich unmöglich“ bezeichnete. Griesert berichtete, dass in Osnabrück auf freien Flächen am nördlichen Eselspatt und auf der Deponie Holtmeyer ebenfalls die Stromerzeugung mit Sonnenstrahlen in Betracht kommt, derzeit jedoch nichts geplant sei. Griesert zeigte sich ebenfalls nicht gerade als Freund solcher Anlagen auf freien Flächen. Er appellierte an die Helleraner: „Stellen Sie Ihre Dächer zur Verfügung.“"

... der vollständige Artikel der NOZ findet sich hier:

Tolle Resonanz der Unterschriftenaktion in Hellern am 10.03.2012

Die ersten interessierten Helleraner kommen zum Stand

Mitglieder der Bürgerintiative sammelten heute, unter Beteiligung des Sprechers Herrn Ulrich Becker, in kurzer Zeit erfolgreich weit über 100 Unterschriften gegen den geplanten Solarpark am Tongrubenweg. Insgesamt liegen damit bereits etwa 350 Unterschriften gegen dieses Stromkraftwerk mitten im Wohngebiet vor.

 

Der Informationsstand im Supermarkt wurde zahlreich von Bürgerinnen und Bürger genutzt und es fanden ausführliche Diskussionen statt. Fast alle Gesprächspartner ließen sich überzeugen und votierten mit ihrer Unterschrift gegen die Pläne der Stadt und der Stadtwerke Osnabrück. Auch der Hinweis auf die nächste offizielle Veranstaltung am 15.03.2012 wurde mit großem Interesse aufgenommen, so dass auch dort eine zahlreiche Beteiligung erwartet wird. 

Achtung! Aktueller Zeitungsartikel in der Neue Osnabrücker Zeitung 25.02.2012



Am Mittwoch, den 21.03.2012 wird es eine öffentliche Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages zu den geplanten Einschnitten bei der Photovoltaik geben. Bis Ende des Monats März 2012 soll der Bundestag dann in zweiter und dritter Lesung über die EEG-Novelle entscheiden.

 

.... und danach: Hängepartie wegen des Bundesrates?


Zur vorgesehene Kürzung der Solarförderung zum 1. April 2012 kann im Bundesrat erst am 11. Mai Stellung genommen werden. 

Zudem könnte die Bundesländer das Verfahren über den Vermittlungsausschuss über Monate zeitlich strecken. Dann droht eine Hängepartie. Daher wollen Röttgen und Rösler mit den Wirtschafts- und Umweltministern der unionsregierten Länder in Kürze beraten, unter welchen Bedingungen sie die Reform mittragen.

 

 

"Die von der Bundesregierung geplante Radikal-Kappung der Solarförderung ab März könnte das Aus für den umstritttenen Solarpark in Hellern bedeuten", schreibt die NOZ.

 

http://www.noz.de/lokales/61113140/foerderkuerzung-so-rechnet-sich-der-solarpark-in-hellern-nicht

Und unser Kommentar:

 

Eine gute Nachricht für den Stadtteil Osnabrück - Hellern und seine Bürger.

 

Offensichtlich können Investoren, Verwaltungsbeamte und Politiker nicht mit guten Argumenten gestoppt werden - nein, es geht nur über den Geldbeutel. Durch die von der Bundesregierung geplant sinkenden Subventionen rechnet sich der Solarpark in Hellern nicht mehr.

Das Projekt wird vorerst auf Eis gelegt. Es ist zu hoffen, dass das auch für die anderen in Hellern so gut geeigneten Flächen zum Bau einer PV-Freiflächenanlage gilt. Die Bürger im Neubaugebiet "Grieseling" wissen noch nichts von Ihrem Glück. Ist die Fläche zwischen Neubaugebiet und Eselspatt doch eine 1A Fläche für geplante PV-Freiflächenanlagen. Nun, dank der fallenden Subventionen jetzt auch nicht mehr.

Da haben die Bürger in Hellern wohl noch einmal Glück gehabt.


Bedenklich ist allerdings in diesem Zusammenhang, dass auch die Subventionen für die vielen privaten Hausdachanlagen zurückgeführt werden sollen. Aus Sicht der Bürgerinitiative - Tongrube - Hellern ein falsches politisches Signal, denn:

 

"Besser Solar auf dem Dach, als Solarkraftwerk auf der Wiese"